Normalität fast erreicht

Nachdem es hier im Staat Santa Catarina schon seit über vier Wochen geregnet hat und die Wassermassen am Samstag ihren Höhepunkt erreichten, womit sie große Teile von Blumenau und Itajaí versenkten, ist es seit gestern Nachmittag wieder etwas trockener.

Am Samstag rief der Gouverneur den Notstand aus, ein paar Menschen wurden unter Schlammlawinen begraben, etliche sind obdachlos geworden.

Bei uns war alles moderat und die Pfützen auf den Straßen waren nicht größer als normal. Das Wetter schlug lediglich aufs Gemüt, und am Sonntag konnten wir die Auswirkungen am eigenen Wasserhahn beobachten. Denn so viel Wasser von oben kam, so wenig kam aus dem Hahn. Nämlich kein Tropfen. Also Regenwasser in Eimer und Wannen transferieren und zum Baden auf dem Herd warm machen und nach oben tragen. Geht alles, wenn man sich Zeit nimmt. Dennoch ärgert man sich, wenn man per Automatismus mal die Spülung am Klo drückt und 20l verschwendet.

Heute Nacht dann um 3:30 Uhr aufgestanden. Die Wasserversorgung sollte alle zwölf Stunden kommen. Und tatsächlich, es kam etwas Wasser aus dem Gartenschlauch. Im Haus gab es immer noch kein Wasser, weil die Zisternen auf dem Dach sich noch nicht gefüllt hatten. Und weil der Wasserdruck sehr kümmerlich war, konnten wir auch nicht sicher sein, ob das Wasser auch die Zisternen erreichen würde. Also wieder sicherheitshalber Eimer und Wannen gefüllt.

Heute Morgen kam dann aber wieder Wasser aus dem Hahn, und die Sonne scheint auch.

Ich muss mal einen Wasserstandsanzeiger für die Zisternen basteln.

ein Kommentar zu “Normalität fast erreicht”

  1. Mami u. Papi meinte:

    Oh, wie schrecklich ! Die armen Menschen !
    Da weiß man mal wieder ” fließendes Wasser ” zu schätzen !
    Euch einen sonnigen Tag !!!!